Werbung am Point of Sale: Warum der Einkaufsort für lokale Werbung so stark ist

Werbung am Point of Sale: Warum der Einkaufsort für lokale Werbung so stark ist
⏱ 3 Min. Lesezeit📅 Aktualisiert: 22.10.2026

„70 Prozent aller Kaufentscheidungen fallen am Point of Sale.“ Diese Zahl taucht in fast jeder Präsentation zum Thema Ladenwerbung auf. Doch sie ist Jahrzehnte alt und wird heute kritisch gesehen. Trotzdem ist der Einkaufsort einer der stärksten Orte für Werbung – nur aus anderen Gründen, als viele denken. Wir erklären, was wirklich dahintersteckt.

Der Mythos der 70 Prozent

Die 70-Prozent-Zahl stammt aus Untersuchungen vergangener Jahrzehnte und wurde seitdem immer weiter zitiert – oft ohne Quelle und ohne Kontext. Fachleute weisen darauf hin, dass sie eine Momentaufnahme eines bestimmten Marktes war und sich nicht einfach auf heute übertragen lässt.

Die „Plan- und Spontankaufstudie“ von GS1 Germany und YouGov (2025) zeichnet ein differenzierteres Bild: Der Anteil geplanter Einkäufe ist gestiegen, viele Menschen vergleichen Preise und Produkte heute vorher online. Gleichzeitig bleibt der Preis ein starker Auslöser für die finale Entscheidung bei Käufen, die nicht vollständig geplant sind – und auch digitale Medien und Gestaltung wirken als Trigger direkt am Regal.

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Warum der Einkaufsort trotzdem so stark ist

1. Menschen kommen wieder – Wiederholung entsteht von selbst

Wer im Nachbarschafts-Supermarkt einkauft, tut das meist mehrmals pro Woche. Eine Werbefläche im Eingangsbereich sieht dieselbe Person also immer wieder. Genau diese Wiederholung sorgt dafür, dass man sich an einen Namen erinnert – die Grundlage jeder lokalen Markenbekanntheit.

2. Die Zielgruppe ist vorsortiert

Die Kundschaft eines Supermarkts, einer Apotheke oder einer Bäckerei wohnt oder arbeitet meist in der Nähe. Für einen Friseur, eine Praxis oder einen Handwerksbetrieb ist das exakt das relevante Einzugsgebiet – ganz ohne Streuverluste in Nachbarstädte.

3. Kaufbereitschaft ist bereits da

Am Einkaufsort sind Menschen im „Erledigungsmodus“. Sie haben Zeit eingeplant, Geld dabei und sind offen für Angebote. Ein Hinweis wie „Mittagstisch 300 m links“ oder „Neue Patienten willkommen“ trifft sie in genau diesem Moment.

4. Der Markt wächst sichtbar

Die Werbebranche hat das erkannt: Laut Nielsen wuchs Werbung auf Screens im Handelsumfeld (At-Retail-DOOH) im Dezember 2025 um 92,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Große Marken investieren zunehmend in Retail Media – Werbung dort, wo gekauft wird.

Was das für lokale Unternehmen bedeutet

Lokale Betriebe müssen nicht auf großen Handelsplattformen um Platz kämpfen. Sie können die Stärke des Einkaufsorts nutzen, indem sie auf Flächen in genau den Geschäften werben, die ihre Kunden ohnehin besuchen. Drei Tipps aus der Praxis:

  • Nähe zeigen: Richtungsangaben wie „200 m rechts“ oder „gegenüber vom Rathaus“ machen aus Aufmerksamkeit einen konkreten nächsten Schritt.
  • Ein Angebot, ein Satz: Am Einkaufsort hat eine Botschaft nur wenige Sekunden. Ein klarer Nutzen schlägt jede Leistungsliste.
  • QR-Code oder Telefonnummer: So lässt sich messen, wie viele Menschen über die Fläche kommen.

Zwei Wege, den Einkaufsort zu nutzen

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Als Geschäft mit eigenem Schaufenster: Du bist selbst der Einkaufsort. Mit einer transparenten LED-Folie zeigst du eigene Angebote direkt im Fenster – und kannst als Standortpartner zusätzlich an der Werbung anderer Unternehmen mitverdienen. Mehr dazu im LED-Folien-Shop.

Fazit

Die 70-Prozent-Regel ist überholt – die Stärke des Einkaufsorts aber nicht. Wiederholung, eine lokal vorsortierte Zielgruppe und Menschen in Kaufstimmung machen Werbeflächen im Handel gerade für kleine Budgets besonders effizient.

Quellen

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